Automatisierungspyramide

Mit der Automatisierungspyramide werden die verschiedenen IT-Ebenen der industriellen Fertigung klassifiziert. Jeder Ebene kommt dabei eine eigene Aufgabe innerhalb der automatisierten Fertigung zu. Die Automatisierungspyramide wird in der Regeln in sechs Level unterteilt.

  • Level 0 (unterste Ebene): Prozessebene mit den Sensoren und Aktoren, die auf der einen Seite Produktionsdaten sammeln (Sensoren) und auf der anderen Seite Befehle ausführen (Aktoren). Hier herrscht eine Parallelverdrahtung vor.
  • Level 1: Feldebene, welche als Schnittstelle zwischen Produktionsprozess und Steuerungsebene fungiert. Typische Systeme sind Feldbus und Ein-/Ausgabemodule.
  • Level 2: Auf der Steuerungsebene erfolgt die Regelung des Produktionsprozesses über SPS.
  • Level 3: Die (Prozess)leitebene dient dem Beobachten und Bedienen sowie der Rezeptverwaltung über das Prozessleitsystem, wie z. B. SCADA.
  • Level 4: Betriebsleitebene zur Produktionsfeinplanung, für das Qualitätsmanagement, die Datenerfassung, Material-Verwaltung und die KPI-Erfassung. Auf dieser Ebene kommen vor allem Systeme wie MES, MIS oder LIMS zum Einsatz.
  • Level 5 (oberste Ebene): Das ERP für die Produktionsgrobplanung und Bestellabwicklung. Diese Ebene wird gemeinhin als Unternehmensebene bezeichnet.

Der Aufbau kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren. So können Level 0 und 5 unter Umständen entfallen oder einzelnen Ebenen werden zusammengefasst. Im Rahmen von Industrie 4.0 und dem industriellen Internet der Dinge wird die Automatisierungspyramide verstärkt diskutiert und mehr Interkonnektivität und Flexibilität gefordert. Demnach müsste die Pyramide stark abgeflacht werden.