SCADA

SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition und beschreibt ein Computersystem, mit welchem technische Prozesse in einer automatisierten Fertigung überwacht und gesteuert werden können. In der Automatisierungspyramide bzw. dem OSI-Schichtenmodell befindet sich SCADA in der Prozessleitebene.

SCADA erfasst und verwertet Messdaten aus den unteren Leveln der Automatisierungenspyramide (in der Regel Sensoren, Schalterstellungen etc.) und ermöglicht damit eine manuelle oder automatisierte Steuerung und Anpassung der Fertigungsprozesse entsprechend der Zielparameter.


Die Kommunikation erfolgt sowohl über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Feldbussystemen, als auch - im Zuge von Industrie 4.0 - auf Basis von TCP-basierten Internettechniken. In der Regel herrschen proprietäre Protokolle vor, die von den Herstellern abhängig sind. Mit dem Modbus-Protokoll wird mittlerweile aber auch versucht, eine offene und universelle Kommunikationsform zu etablieren, die den weitergehenden Austausch von Daten mit anderen Systemen erleichtert. Der Trend zur Datenübertragung über TCP-basierte Techniken hat auch automatisierte Fertigungen stärker geöffnet und für Cyberbedrohungen anfällig gemacht (siehe Industrie 4.0 und deren Risiken).